Digitalisierung

Digitale Transformation setzt kulturellen Wandel voraus

Ursula Zeppenfeld15.10.2018

Digitale Transformation ist kein schnelles Projekt, bei dem Software implementiert und ein paar Sensoren installiert werden. Sie ist ein komplexer Transformationsprozess, der neben der technischen und strategischen auch die kulturelle Dimension umfasst.  

Unternehmenskultur ist das Betriebssystem, das festlegt, wie die Menschen im Unternehmen miteinander agieren. Sie zeigt sich in den Formen des Miteinanders: der Kommunikation, der Organisation von Meetings, darin, wer Entscheidungen trifft, wer in der Verantwortung steht sowie in der Arbeitszeitregelung, Gehaltsstruktur und der Fehlertoleranz. Unternehmenskultur ist das System an Werten und geschriebenen wie ungeschriebenen Gesetzen, an denen sich das Handeln im Unternehmen orientiert. Und sie bestimmt den Rahmen dafür, was das Unternehmen leisten kann – und was nicht.  

Zwei Beispiele: Das formal und hierarchisch organisierte Finanzamt ist perfekt dafür aufgestellt, Steuererklärungen systematisch zu prüfen, gegebenenfalls zu bemängeln oder Versäumtes anzumahnen. Für Kreativität und Innovation allerdings ist es weniger bekannt. Ein Start-up-Unternehmen hingegen ist vielleicht weniger pünktlich, weniger strukturiert und formale Dinge wie die monatliche Umsatzsteuer können auch schon mal von der Agenda rutschen. Auf der anderen Seite wissen die Start-up-Teams, wie Design Thinking funktioniert, beherrschen schnelles Prototyping, arbeiten in Projekten selbstverständlich agil.

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