ERP

Die 5 Geheimnisse von erfolgreichen ERP-Einführungen

Peter Burghardt06.12.2018
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Was macht ERP-Einführungen erfolgreich? Ist es Zauberei oder einfach nur Glück? Eindeutig nein, und diese Antwort haben Sie sicher schon erwartet. Aber was ist es dann, das ERP-Einführungen erfolgreich macht? Hier unsere 5 wichtigsten (geheimen) Punkte:

1. Kenne deine Prozesse

Software basiert auf Prozessen und dabei ist es egal, um welche Art von Software es sich handelt. ERP-Systeme sind Software, also basieren diese auch auf Prozessen. Sie sollen die Wertschöpfungskette eines Unternehmens abbilden. Die Prozesskette, die dahintersteht, ist oft nicht trivial. Daher ist es essentiell, dass alle am Projekt Beteiligten die Prozesse kennen, die im ERP-System abgebildet werden sollen.

Falls Sie vorhaben, ein ERP-Projekt an die Wand fahren zu lassen, oder es einfach nur in Schwierigkeiten bringen möchten, dann ändern Sie die Prozesse am besten während der Einführung. Damit nehmen Sie dem Projekt die Basis. Sollte es tatsächlich notwendig sein, die Prozesse während des Projektes zu verändern, zahlt es sich in der Regel aus, das Projekt zu pausieren und dann fort zu führen, wenn die Prozesse geklärt sind.

2. Habe die richtigen Leute

Das Projektteam sollte aus jenen Leuten bestehen, die ihr Geschäft kennen und wissen, wie der Arbeitsalltag aussieht. Dabei sollte auf eine gute Mischung aus operativ tätigen und im Management tätigen Personen geachtet werden. So wird die Akzeptanz des ERP-Systems am höchsten sein.

3. Gib den Mitarbeitern Zeit

ERP-Einführungen sind komplizierte und langwierige Vorhaben. Projektlängen von bis zu 3 Jahren und mehr sind keine Seltenheit. Zu allem Überfluss ist auch noch, während des gesamten Projektes, Mitarbeit angesagt. Ein ERP-System kann nicht vom Implementierungspartner allein eingeführt werden. Der Auftraggeber muss mitarbeiten und das benötigt Zeit. Die Mitarbeiter, die im Projekt mitarbeiten sollen, können dies nicht oder nur sehr begrenzt neben dem Daily Business machen.

Haben die Mitarbeiter zu wenig Zeit für das Projekt, wird das Projekt länger dauern, teurer und das System wird am Ende nicht die Funktionen bieten, die Sie benötigen. Kurz gesagt: alle sind unzufrieden.

4. Projektmanagement ist nichts für Amateure

Da es sich bei ERP-Einführungen oft um große Projekte handelt, braucht es entsprechend professionelles Projektmanagement. Auch hier gilt: neben dem Daily Business geht das nicht. Bei ERP-Einführungen sind schon mal schnell 30-50 Leute beteiligt. Die gehören koordiniert und organisiert. Das ist ein Full Time Job.

5. Vertrauen Sie Ihrem ausgewählten Implementierungspartner…

…denn er weiß in der Regel, wie man ERP-Projekte durchführt – es ist immerhin seine Kernkompetenz. Beide Projektpartner sollten so transparent und ehrlich miteinander umgehen wie möglich und das Projekt wird viel effizienter verlaufen. Nur so können Risiken und Probleme schnell beseitigt und die Zusammenarbeit gestärkt werden. Die besten Projekte sind jene, wo Kunde und Auftraggeber ein Team sind und gemeinsam ein Ziel erreichen möchten.

Natürlich gibt es noch viele weitere Aspekte bzw. Geheimnisse, die Projekte erfolgreich machen, wie z. B. Projektmarketing, das Kickoff oder gute Projektziele. Aber die genannten fünf sind schon eine gute Basis für eine erfolgreiche ERP-Einführung.

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Über den Autor: Peter Burghardt

Peter Burghardt ist Project Manager für ERP- und CRM-Projekte am COSMO CONSULT-Standort Wien (vormals FWI Gruppe). Mehrjährige Erfahrung als Projektleiter in ERP- , Infrastruktur- und SharePoint-Projekten. Erfahrung in der agilen Softwareentwicklung als Certified Scrum Product Owner mit Verantwortung für die Weiterentwicklung von CRM-Systemen und ist Certified Scrum Master. Studium an der Fachhochschule des BfI Wien, Studiengang Projektmanagement und IT. 

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